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Ein Forschungsprojekt zur Simulation der Permafrostverbreitung in Österreich

Das Projekt permalp.at hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Permafrostverbreitung in Österreich mit Hilfe modernster Methoden zu erfassen und zu modellieren. In der ersten Phase wird die Region Hohe Tauern als Untersuchungsgebiet herangezogen, um Daten für die Verbreitungssimulation zu gewinnen. In lokalen Testgebieten werden hierfür Temperatur-, Gelände- und Untergrunddaten mit geomorphologisch-geophysikalischen Methoden erfasst.

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In Österreich nehmen die absoluten Höhen von Westen nach Osten ab (siehe Karte), folglich sollten in den westlichen Bundesländern ab einer Höhe von ca. 2500 m ü.M. größere Bereiche mit Permafrostvorkommen erwartet werden. Die lokale Verbreitung von Permafrost in Österreich ist gegenwärtig in vielen Regionen jedoch noch nicht genau bekannt. Erste Modellierungsergebnisse zeigen, dass auf insgesamt rund 1,9 % Fläche des Staatsgebietes, dies entspricht in etwa 1600 km², mit Permafrost zu rechnen ist (siehe Vorstudie). Für einige Gebiete (z.B. Hohe Tauern) muss jedoch von einem weitaus höheren Flächenanteil von Permafrost (bis zu 25 %) ausgegangen werden.

Die Modellierung der Permafrostverbreitung wird unter Berücksichtigung lokaler topographischer und klimatischer Bedingungen, die in einem so genannten „topoklimatischen Verbreitungsschlüssel“ festgehalten werden, durchgeführt. Aus der Beziehung zwischen den Parametern Höhe, Neigung und Exposition wird die Permafrostverbreitung simuliert. Zusätzlich wird versucht, die Auswirkung der unterschiedlichen Schneebedeckung im stark strukturierten Gelände abzuschätzen, um diese in die Simulation mit ein zu beziehen (siehe Methoden).

Als Ergebnis des Projekts wird unter anderem eine indexierte Karte der Permafrostverbreitung erstellt. Versehen mit Nutzungs- und Handlungsempfehlungen soll die Karte Entscheidungsträgern bei dem Betrieb, der Planung und dem Bau von Infrastruktur im Hochgebirge helfen, das i.d.R. nicht sichtbare Phänomen Permafrost besser zu verstehen und zu berücksichtigen.

 

Im November wurde 5 UTL - Logger in der Umgebung des Keeskkogel im Obersulzbachtal ausgelegt.