Permafrost – Was ist das?
Permafrost wird mit Hilfe von Temperatur und Zeit definiert. Damit wird ein Zustand des Untergrunds bezeichnet, bei dem die Temperatur, unabhängig von Textur, Wassergehalt und Lithologie, einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren beständig unter 0°C bleibt (Washburn, 1973; Haeberli, 1975).
Besonders in jüngster Zeit sind häufiger größere Felsstürze in den Permafrostregionen der Alpen (ab ca. 2500 m ü.M.) zu beobachten. Damit hat die Diskussion über den verändernden Hochgebirgspermafrost durch die globale Erwärmung zunehmende Beachtung erfahren. Bei weiterer Temperaturerhöhung, ist mit dem vermehrten Abschmelzen der Permafrostvorkommen zu rechnen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei steile Schuttfächer und Felswände im Bereich des diskontinuierlichen Permafrosts, da hier Murgänge und Felsstürze durch die Degradation von Permafrost entstehen können. Diese Prozesse sind für unterhalb gelegene Siedlungs- bzw. Infrastruktur eine ernsthafte Bedrohung mit erheblichem Gefahren- und Risikopotential. Folglich ist die Erkennung und Kartierung von Permafrost eine Grundvoraussetzung zur Abschätzung des Gefahrenpotentials und eine wichtige Kenngröße für den Entwurf von Schutzkonzepten.
Haeberli, W. (1975): Untersuchungen zur Verbreitung von Permafrost zwischen Flüelapass und Piz Grialetsch (Graubünden), Mitteilung der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich, Band 17, Hrg. Prof. DDr. Vischer, Zürich, 182 S.
Washburn, A. L. (1973): Periglacial processes and environments. Edward Arnold, London, 320 S.









